news

Meine neue Kolumne „Die laute Währung der Gegenwart“

Aufmerksamkeit ist zur härtesten Währung der Gegenwart geworden. Die Medienlandschaft, in der Inhalte im Sekundentakt konkurrieren, entscheidet nicht mehr allein, was gesagt wird, sondern wie laut, wie emotional und wie polarisierend es formuliert ist. Diese Logik folgt keinem Zufall, sondern einem ökonomischen Prinzip: der Ökonomie der Aufmerksamkeit.

Der Begriff geht unter anderem auf den Ökonomen Georg Franck zurück, der bereits in den 1990er-Jahren argumentierte, Aufmerksamkeit funktioniere wie ein knappes Gut, das verteilt, akkumuliert und in andere Kapitalformen umgewandelt werden kann (Franck, 1998). Medien, Plattformen und politische Akteure konkurrieren seither nicht primär um Wahrheit oder Relevanz, sondern um Klicks, Verweildauer und Reichweite. In dieser Konkurrenz hat sich eine Kommunikationsform als besonders effizient erwiesen: die negative.

Wie immer ein aktuelles Thema, die Kolumne lesen Sie im Fachmagazin „Film, Sound & Media“.

Neue Kolumne „Vernetzt, aber nicht verbunden“

Wir kommunizieren so viel wie nie zuvor. Nachrichten, Sprachnotizen, Likes, Reaktionen; der Austausch scheint unendlich. Und doch beschleicht – vermutlich nicht nur mich – öfters das Gefühl, dass wir uns trotz permanenter Verbindung immer schlechter verstehen. Die digitale Kommunikation hat unsere Gesellschaft nicht nur beschleunigt, sie hat sie auch verändert. Die entscheidende Frage für mich lautet: Was passiert mit uns, wenn Kommunikation nur noch digital stattfindet?

Digitale Kommunikation ist effizient, bequem und allgegenwärtig. Sie überbrückt Distanzen, spart Zeit und macht Teilhabe scheinbar einfacher. Ein Smartphone genügt, um mit der ganzen Welt in Kontakt zu treten. Doch Kommunikation ist mehr als das bloße Versenden von Informationen. Der Kommunikationsforscher Paul Watzlawick betonte, dass jede Kommunikation immer auch Beziehung ist und nicht nur Inhalt (Watzlawick et al., 1967). Genau diese Beziehungsebene droht im Digitalen verloren zu gehen.

Wie immer ein sehr aktuelles Thema, die Kolumne lesen Sie wie immer im Fachmagazin „Film, Sound & Media“

9. Lehrgang Aufsichtsrat Next Generation

Aufsichtsrat Next Generation ist ein einjähriger Lehrgang, der junge Führungskräfte rechtlich und wirtschaftlich fundiert ausbildet, mit Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammenbringt und damit interaktiv auf zukünftige Aufsichtsratsmandate vorbereitet.

Ich freue mich, erneut im Team des Aufsichtsrat Next Generation Lehrgangs mitarbeiten zu können und  auf viele interessante und spannende Einheiten.

10 Jahre reden-wir.at Kommunikation – eine Einschätzung

Es ist ein Resümee, das für mich weniger ein Jubiläum als vielmehr eine bewusste „Standortbestimmung“ ist. In diesen zehn Jahren hat sich mein Fokus gänzlich weg von externer zur internen Kommunikation, dort also, wo Unternehmen ihre tatsächliche Stärke entwickeln können, verschoben. Und dies aus tiefster Überzeugung!

Der Markt ist härter geworden, Krisen überlagern einander, Generationen wechseln, und gleichzeitig wird von Unternehmen erwartet, nach außen geschlossen und klar mit one voice aufzutreten. Genau dafür braucht es jedoch innere Stabilität, die vielen Organisationen fehlt.

Wir kommunizieren heute mehr denn je, und dennoch bleibt erstaunlich wenig Substanzielles über, ist es nicht so? Orientierung und Klarheit wären so wichtig, während Kommunikation jedoch zur Geräuschkulisse verkommt und viel zu selten als Tonika definiert wird: leitend, verbindend, erklärend; niemals irritierend.

Kommunikation dient immer dem Verstehen und dem Miteinander, niemals dem Verdecken oder taktischen Manövern. Nach wie vor wird sie leider noch zu selten als verbindendes Instrument verstanden, sondern viel zu oft strategisch eingesetzt, was Irritationen verstärken und Spannungen vertiefen kann. Unternehmen, die Kommunikation bewusst als Teil ihrer Unternehmenskultur begreifen und Differenzen offen bearbeiten, unterstütze ich aus voller Überzeugung, denn ungelöste Themen und unausgesprochene Spannungen sind es, die Organisationen langfristig schwächen.

Mein Gestaltungswille ist ungebrochen, und meine Leidenschaft für interne Kommunikation hat sich in den letzten Jahren noch verstärkt. Ich sehe täglich, dass Transformationsprozesse nicht nur an fehlenden Strategien, sondern an Befindlichkeiten, an ungelösten Differenzen und an dem Mut, Probleme offen anzusprechen, scheitern. Hier komme ich ins Spiel und rate, die anstehenden Herausforderungen mit den Augen des anderen zu betrachten. Das erfordert Empathie, die Fähigkeit, alle player wichtig zu nehmen, und die Bereitschaft, die Augenhöhe beizubehalten.

Dass ich bereits seit zehn Jahren in wirtschaftlich wilden Zeiten als One-Woman-Show in der österreichischen Kommunikationswelt tätig sein kann, lässt sich nur damit erklären, dass ich mich selber ständig transformiere, ohne mich dabei beliebig zu verändern. Ich versuche, mit Weitblick zu agieren, Trends zu analysieren und sehr genau zu prüfen, ob sie Substanz und Bestand haben. Es ist der Ausdruck meiner Berufsethik, die Vertrauen schafft.

🫶Danke an alle, die ich viele Jahre begleiten konnte, kann und noch werde! Danke Dir, lieber Niklas Stadler, dass Du diesen Moment so passend festgehalten hast! 📸✨

 

Neue Kolumne „Denken ohne Geländer – Impuls für eine freie Gesellschaft im Zeitalter der Medien“

In einer Zeit, in der öffentliche Debatten zunehmend von Polarisierung, algorithmischen Gatekeeper und vereinfachten Weltbildern geprägt sind, gewinnt Hannah Arendts berühmte Formulierung vom „Denken ohne Geländer“ erneut an Bedeutung. Der Ausdruck, den sie selbst ironisch gebrauchte, steht für eine Form des eigenständigen, verantwortungsbewussten Denkens, das sich nicht an vorgegebenen ideologischen Leitplanken orientiert. Es ist eine Denkweise, die Freiheit nicht nur als politisches Ideal, sondern als aktive geistige Haltung versteht. Insbesondere im Umgang mit Medien und in der Kommunikation innerhalb pluralistischer Gesellschaften.

Wie immer ein sehr aktuelles Thema, die Kolumne können Sie im Fachmagazin „Film, Sound & Media“ lesen.